Musik für Menschenrechte- Sound der Freiheit der Siebziger und Achtziger Jahre in Polen und der DDR

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Für ein Jugendprojekt suchen wir dringend Songs und Interpreten aus der ehemaligen DDR zum Thema:

Der Sound der Freiheit oder die Macht der Musik der Siebziger und Achtziger Jahre: Jugendliche aus Deutschland und Polen untersuchen die Bedeutung des Zusammenhangs von Musik und Menschenrechten

Unsere Initiative ist als Projektpartner an der musikalischen Umsetzung beteiligt. Wie Ihr hier sehen und hören könnt, verfügen wir bisher vor allem über aktuelle Musik, die sich mit der Menschenrechtslage in China und der Verfolgung von Falun Gong Praktizierenden, Christen und Uiguren dort beschäftigt – so können wir einen Bogen zur Jetzt-Zeit spannen. Auch was die polnische Freiheitsbewegung und die Rolle der Musik hier betrifft,  haben wir bereits eine große Menge an Material aufgetan.

Was wir bisher leider wenig gefunden haben sind Musikbeispiele aus unserem eigenen Land.

So suchen wir dringend Songs und Musiker, die sich direkt gegen das DDR-Regime richteten oder indirekt diese Wirkung hatten. Was uns sehr helfen würde, wären konkrete Titel und Interpreten zu unserem Thema.

Das Projekt wird von zwei deutschen und zwei polnischen Gymnasien durchgeführt und wird von der Stiftung ,,Erinnerung, Verantwortung, Zukunft – Europeans for Peace“ gefördert.

Eröffnung der internationalen Kunstausstellung “Wahrhaftigkeit-Barmherzigkeit-Nachsicht” in Schwetzingen

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Musikalisch begleitet von dem Tenor Michael Hackmayer und der Yangqin Spielerin Tang Jing

(Minghui.de) Die Stadt Schwetzingen in Baden-Württemberg ist für ihr Schloss und vor allem für den Schlossgarten weltberühmt. Kurfürst Carl Theodor ließ das Schloss im 18. Jahrhundert zu seiner Sommerresidenz ausbauen. Im prachtvollen Rokokotheater inmitten der Schlossanlage, das heute für seine jährlichen Festspiele bekannt ist, begeisterte bereits im Jahr 1763 der junge Mozart mit seinen Darbietungen.

Am Samstag, den 12. September, lud Schwetzingen zur Nacht der offenen Kirchen ein. In diesem Rahmen war die Eröffnung der Internationalen Kunstausstellung Wahrhaftigkeit-Barmherzigkeit-Nachsicht Kernstück des abendlichen Veranstaltungsprogramms in der „Kirche der einen Welt“.

Bereits am Vortag kündigte die Schwetzinger Zeitung die Vernissage an. In dem Artikel hieß es unter anderem: „Die Ausstellung […] greift die immerwährenden Fragen auf: Warum leiden gute oder unschuldige Menschen? Ist spirituelles Engagement den Preis wert, den es vielleicht mit sich bringt? Einen Preis, der so hoch wie das eigene Leben sein kann? Ist das Universum letztendlich gerecht? Die Antworten, die der Betrachter der Ausstellung findet, sind bejahend.“

So stellte Volker Dietz, der Vorsitzende des Vereins für Kunst und Menschenrechte Ars Honesta, in seiner Begrüßungsrede die Ausstellung als eine Artikulation von Hoffnung inmitten des Leidens vor. „100 Millionen Falun Gong-Praktizierende sind es, die wegen ihres Gewissens verfolgt werden“, erklärte er, „und alle diese Künstler hier sind Teil von diesen 100 Millionen Verfolgten.“
Kompromissloser Mut – Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Nachsicht“ soll zum Nachdenken anregen, sagte Pfarrer Thilo Müller in seiner Eröffnungsrede.

Der Tenor Michael Hackmayer mit dem Lied „An die Musik“ von Franz Schubert „Du holde Kunst ich danke dir“ und die Chinesin Tang Jing mit der Yangqin, einem chinesischen Saiteninstrument, gaben der Eröffnung der Ausstellung den feierlichen Rahmen. Im Gedenken an die in China verfolgten Falun Gong-Praktizierenden sang Tang Jing auf Chinesisch:

Hunderte Berge zehntausende Berge
Aus der Ferne an Mitpraktizierende denken
ihre Umgebung ist gefährlich
In Schwierigkeiten – ihr Wille ist nicht zerstört

Der nördliche Wind ist kalt
Das Fenster mit Eisengittern ist kalt
Aufrichtige Gedanken begleiten hunderte Pässe hindurch
Mythos in der Welt verbreitet

Die Chinesin Tang Jing mit dem chinesischen Saiteninstrument Yangqin

Der Rundgang durch die Ausstellung begann mit Gemälden zum Thema „Schönheit der Kultivierung“. Der Ausstellungsführer erklärte den Besuchern den in der westlichen Gesellschaft kaum geläufigen Begriff „Kultivierung“, der in China eine große Tradition hat und sich auf eine Veredelung bzw. Verbesserung der eigenen Natur bezieht. In der chinesischen Sprache heiße Kultivierung „Xiu Lian“, so Volker Dietz. „Xiu“ bedeute in direkter Übersetzung „wiederherstellen“ oder „reparieren; Lian bedeute „schmelzen“ oder „veredeln“, es ähnele dem Schriftzeichen für „Übungen praktizieren“. Es gäbe viele religiöse und nichtreligiöse Kultivierungsformen mit einer Kultivierungspraxis, wobei Falun Dafa die Essenz aller anderen Kultivierungsmethoden in der Form von „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht umfasse, erklärte der Ausstellungsführer.

Das zweite Thema „Kompromissloser Mut“ stellt den unerschütterlichen Glauben der Praktizierenden dar, mit dem sie dem Grauen der Verfolgung widerstehen. Während anhand der Bilder wie „Heimatlos“, „Tragödie in China“ oder „Psychische Misshandlung“ die Hintergründe der Verfolgung erklärt wurden, wurde anhand des Bildes „Rote Mauer“ der Zerfallsprozess der Kommunistischen Partei Chinas und die aktuelle Austrittswelle in China erläutert.

Das Gemälde „Psychische Behandlung“ stellt dar: Um die öffentliche Meinung gegen Falun Gong zu richten, verbreiten die staatlich gelenkten Medien in China unwahre Propaganda, in der die Lüge verbreitet wird, dass man durch das Praktizieren von Falun Gong psychotisch werden könne. Die Polizisten auf diesem Bild injizieren einer Falun Gong-Praktizierenden Psychopharmaka, weil sie sich weigert, ihren Glauben aufzugeben. Die Drogen führen zu Sprechunfähigkeit, Lähmungen und sogar zum Tod.

Die Kunstwerke des letzten Themenschwerpunkts „Durchsetzung der Gerechtigkeit“ stellen den Grundsatz dar, dass „Gutes mit Gutem und Böses mit Bösem vergolten wird“.

Auf den Gesichtern der Besucher zeigten sich Erschütterung und man hörte immer wieder das Wort „beeindruckend“. Der Dekan Pfarrer Wolfgang Gaber kam zu später Stunde und war sichtlich gerührt. Er schrieb u.a. in das Gästebuch: „Die Bilder der Ausstellung im Melanchthon Haus rütteln auf. Können wir zur Tagesordnung übergehen, wenn so brutal gegen Menschlichkeit verstoßen wird? […]“

Im Vordergrund Pfarrer Thilo Müller, Mitveranstalter der Ausstellung, im Gespräch mit einer Journalistin; im Hintergrund Dekan Pfarrer Wolfgang Gaber
Ein anderer Besucher schrieb in das Gästebuch: „Die Bilder rütteln uns auf – sie sind sehr eindrücklich, tiefgehender als die ganze Medienflut in den modernen Medien.“

Ein Besucher ging immer wieder durch die Ausstellung und erinnerte sich an seine eigene Gefangenschaft im Nazi-Regime. Mit Tränen in den Augen äußerte er, dass man dieses Leid nur durch einen starken Glauben ertragen könne.

Im Laufe des Abends kamen immer wieder Besucher aus anderen Kirchen (anlässlich der Nacht der offenen Kirchen) zur Ausstellung und waren sehr beeindruckt und tief bewegt. Viele bedankten sich dafür, endlich von Falun Dafa und der Verfolgung erfahren zu haben.

Die Internationale Kunstausstellung „Wahrhaftigkeit-Barmherzigkeit-Nachsicht“ kann noch bis zum 3. Oktober 2009 in der „Kirche der einen Welt“ im Evangelischen Melanchthon-Haus in Schwetzingen/Oststadt gesehen werden.

Veröffentlicht in www.minghui.de am: 19.09.2009

Montserrat Figueras und Jordi Savall zu „Künstlern für den Frieden“ gekürt

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Der katalanische Musiker Jordi Savall und seine Ehefrau, die Sopranistin Montserrat Figueras, wurden von der UNESCO zu „Künstlern für den Frieden“ erklärt, einem Titel, den sie mit Größen wie Joaquín Cortés, Gilberto Gil, Maria de Medeiros und Gong Li teilen.
Der katalanische Musiker Jordi Savall und seine Ehefrau, die Sopranistin Montserrat Figueras, wurden von der UNESCO zu „Künstlern für den Frieden“ erklärt, einem Titel, den sie mit Größen wie Joaquín Cortés, Gilberto Gil, Maria de Medeiros und Gong Li teilen.
Dieser für eine Dauer von zwei Jahren verliehene Titel wurde ihnen am vergangenen 17. Juni bei einem Festakt in Gegenwart des Generaldirektors der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO), Koichiro Matsuura, in Paris überreicht. 

Bei den Künstlern für den Frieden der UNESCO handelt es sich laut der Organisation um „internationale Persönlichkeiten, die durch ihren Einfluss, ihr Charisma und ihre Präsenz den Botschaften und Programmen der Organisation einen besonderen Wert verleihen. Die UNESCO lädt diese Persönlichkeiten ein, das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die in diesem Bereich geplanten Maßnahmen zu stärken.“

In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass Jordi Savall dieses Jahr bereits zum Botschafter der Europäischen Union für den interkulturellen Dialog ernannt wurde, was gemeinsam mit diesem Titel als „Künstler für den Frieden“, den er mit seiner Frau Montserrat Figueras erhält, den Höhepunkt und die Anerkennung einer über dreißigjährigen Arbeit für vergessene und an den Rand gedrängte Musikformen und Kulturen darstellt – beispielsweise jene, die im Spanien vor der Reconquista existierten, sowie die aus dem Dialog zwischen Ost und West entstandenen.

Für die UNESCO liegt der kulturelle Reichtum der Welt in dessen Vielfalt im Dialog. Jede Kultur zehrt von ihren eigenen Wurzeln, entwickelt sich jedoch im Kontakt mit den restlichen Kulturen. Der gleichgesinnte Austausch sowie der Dialog der Zivilisationen, Kulturen und Völker auf der Grundlage des gegenseitigen Verständnisses und Respekts sowie in ebenbürtiger Würde stellen eine unabdingbare Voraussetzung für den Aufbau des sozialen Zusammenhalts, der Versöhnung der Völker und des Friedens zwischen den Nationen dar.

Montserrat Figueras und Jordi Savall fordern in ihrer Arbeit „die gesamte Macht der Musik, die in der Lage ist, den Menschen zu verändern – eine Musik, verstanden als grundlegende, in Ost und West bis zum 15. Jahrhundert gemeinsame Sprache. In der heutigen, höchst konfliktträchtigen und gewaltsamen Situation bilden die Sprache der Musik und die Kunst noch zwei offene Türen, die es zu entwickeln gilt, um ein Klima des respektvollen Verständnisses zu entwickeln und die Kriegskultur, die wir seit über 6000 Jahren pflegen, durch eine wahre Friedenskultur zu ersetzen. Wie sagte Dostojewski: Die Schönheit wird die Welt erlösen.“